Hochzeiten
“Ich habe dich bemerkt, weil ich dich nicht bemerkt hatte.”
Das ist das schönste Kompliment – und die treffendste Beschreibung meiner Arbeitsweise als Hochzeitsfotograf –, das ich je bekommen habe.
Marc, ein Gast auf einer der Hochzeiten, die ich fotografiert habe, kam später am Abend auf mich zu und sagte genau das. Diese Worte sind mir seitdem im Gedächtnis geblieben.
Denn genau so arbeite ich.
Ich bin nicht „der Fotograf“.
Ich bin nicht da, um jeden Schritt zu dirigieren, Momente zu unterbrechen oder euch ständig daran zu erinnern, dass eine Kamera auf euch wartet.
Ich halte mich im Hintergrund. Ich bewege mich leise. Kein Blitz. Kein lauter Auslöser. Keine Störung – weder für euch, noch für eure Gäste, noch für den Pfarrer während eurer Zeremonie.
Ihr solltet euer Verhalten nicht anpassen müssen, nur weil ich da bin.
Schließlich geht es bei eurer Hochzeit nicht um mich.
Es geht um:
Du machst dich bereit – die Nervosität, das Lachen, die stille Vorfreude
Das Lächeln, das entsteht, wenn niemand denkt, dass er fotografiert wird.
Ihr
– Braut und Bräutigam –
in euren authentischsten, ungeschützten Momenten
Die kleinen Details, die Sie sorgfältig ausgewählt haben und die Ihnen sonst vielleicht entgehen würden
Die Party – wenn die Krawatten gelockert werden, die High Heels ausgezogen werden und alles wunderbar ungefiltert wird
Meine Aufgabe ist einfach:
Anwesend sein, ohne präsent zu sein.
Alles einfangen – ohne jemals im Mittelpunkt zu stehen.
Und wenn mir am Ende des Abends jemand sagt, er habe mich gar nicht bemerkt …
Dann habe ich meine Aufgabe perfekt erfüllt.